So geht es mit dem Abriss der Mainzer Hochbrücke weiter

Die Stadt Mainz hat die nächsten Schritte zum Rückbau der Hochstraße in Mainz-Mombach vorgestellt

Das Vergabeverfahren zum Abriss der Mainzer Hochbrücke ist abgeschlossen. Darüber hat die Stadt Mainz informiert. Der Stadtrat hatte bereits 2022 den Abriss des Brückenbauwerks beschlossen. Die Hochbrücke ist seit längerer Zeit aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt.
Den Zuschlag für den Rückbau erhielt das Unternehmen Max Wild aus Ulm. Die Arbeiten sollen im Herbst 2026 beginnen. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um einen technisch anspruchsvollen Rückbau. Die rund 1,5 Kilometer lange Hochstraße verläuft über dicht bebautes Gebiet sowie mehrere Bahnstrecken. Deshalb müssen einzelne Bauabschnitte genau geplant und teilweise auch Bahnstrecken zeitweise gesperrt werden.
Die Arbeiten beginnen am südlichen Ende der Hochstraße und setzen sich anschließend Schritt für Schritt Richtung Norden fort. Die einzelnen Brückenelemente sollen zunächst zersägt und anschließend mit einem großen Kran nach unten gehoben werden. Um die Belastung für Anwohner möglichst gering zu halten, will die Stadt besonders lärmintensive Arbeiten nicht direkt vor Ort durchführen.
Ein großer Teil des Materials soll recycelt werden. Nach Angaben der Stadt können rund 80 Prozent des Abbruchmaterials wiederverwertet werden.
Auch das Mainzer Tierheim ist von den Arbeiten betroffen. Weil ein Betrieb während des Rückbaus am bisherigen Standort nicht möglich sei, plant die Stadt gemeinsam mit dem Tierschutzverein eine Interimslösung mit zwei Ausweichstandorten. Der schrittweise Umzug soll voraussichtlich 2027 beginnen.
Die Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 abgeschlossen werden. Das Projekt Hochbrücke umfasst im Kernauftrag Kosten von rund 33 Millionen Euro.

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