Hitzwelle am Wochenende sorgt für angespannte Lage bei Feuerwehr und Rettungsdienst

Die Einsatzkräfte waren dauerhaft gefordert

Die anhaltende Hitze hat am Wochenende in Mainz für eine angespannte Lage bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenhäusern gesorgt. Seit Sonntagmorgen wurden allein in der Universitätsmedizin mehr als 40 Menschen mit hitzebedingten Beschwerden behandelt, etwa die Hälfte davon musste engmaschig überwacht werden. Zeitweise wurde deshalb der Krisenstab einberufen und zusätzliches Personal eingesetzt. Auch die Mainzer Feuerwehr meldet ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen und wurde von Kräften des Katastrophenschutzes unterstützt. Gleichzeitig helfen Einsatzkräfte in einem Mainzer Krankenhaus mit Lüftungsmaßnahmen gegen die Hitze. Die Feuerwehr appelliert daher weitehrin, ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und den Notruf 112 nur in echten Notfällen zu wählen.
Die Hitzewelle hat in Rheinland-Pfalz auch für steigende Wassertemperaturen in Rhein, Mosel und Nahe gesorgt. Das Umweltministerium in Mainz hat deshalb die zweite von vier Warnstufen des Hitzekonzepts für Gewässer ausgerufen. Besonders kritisch ist die Lage an der Obermosel: Dort ist die Sauerstoffkonzentration unter den für Fische kritischen Wert gesunken, ein Fischsterben kann laut Ministerium nicht ausgeschlossen werden. Unternehmen mit Wärmeeinleitungen wurden aufgefordert, ihre Einleitungen zu überwachen und möglichst zu reduzieren.
Auch in Wiesbaden waren Feuerwehr und Rettungsdienst erneut gefordert. Allein in den ersten zwölf Stunden des Sonntags mussten rund 150 Rettungsdiensteinsätze koordiniert werden. Unterstützung kam dabei aus den Nachbarstädten und Landkreisen. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten außerdem zu 14 gemeinsamen Einsätzen aus, darunter vier Reanimationen. Zusätzlich gab es mehrere Brände, Türöffnungen und Hilfeleistungen. Ein größerer Küchenbrand konnte dank eines Rauchwarnmelders verhindert werden. Auf der Rettbergsaue hat sich eine Person bei einem Sturz am Sprunggelenk verletzt. Durch die einschränkte Erreichbarkeit wurde die Person mit einem Boot der DLRG ans Festland gebracht. Die Feuerwehr appelliert, auch weiterhin ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und besonders auf ältere Menschen und Kinder zu achten.

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