Pflegebedürftige in Pflegeheimen müssen tiefer in die Tasche greifen

Das Land wird gefordert, Kosten zu übernehmen

Pflegebedürftige in Pflegeheimen müssen erneut mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. Das zeigt eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen aus Mainz. In Rheinland-Pfalz ist der Anteil, den Pflegebedürftige in Pflegeheimen aus eigener Tasche bezahlen auf monatlich rund 3.200 Euro im ersten Jahr gestiegen. Das ist eine Steigerung rund rund 220 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Hauptkosten seien demnach die gestiegenen Pflegekosten. Es sei richtig, dass das Pflegepersonal gut bezahlt werde. Aber es könne nicht sein, dass die Lohnsteigerungen zu einem großen Teil den Pflegebedürftigen aufgebürdet werden, so Martin Schneider, Leiter des vdek Rheinland-Pfalz. Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen könnten um rund 629 Euro im Monat entlastet werden. Denn heute müssen Pflegebedürftige für Investitions- und Ausbildungskosten aufkommen, die Sache des Staates seien, so Schneider weiter. Es wird gefordert, dass das Land seiner Verantwortung gerecht werde.

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