Bei der bundesweiten Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ haben Naturschützer in Rheinland-Pfalz erneut weniger häufige Vogelarten gezählt. Wie der NABU Rheinland-Pfalz in Mainz mitteilt, wurden vor allem deutlich weniger Spatzen, Mauersegler und Mehlschwalben gemeldet als im Vorjahr. Beim Haussperling gibt es ein Minus von zehn Prozent, bei den Mauerseglern sogar von über 20 Prozent. Gründe seien unter anderem fehlender Lebensraum, Insektenschwund und Gebäudesanierungen. Stabil geblieben ist dagegen die Zahl der Amseln und Buchfinken. Bundesweit wurden 14 Prozent mehr Buchfinken gezählt. Auch der Grünfink hat deutschlandweit leicht zu gelegt. In Rheinland-Pfalz dagegen wurde er 14 Prozent seltener gemeldet. Hintergrund könnten frühere Infektionswellen mit sogenannten Trichomonaden sein, unter denen vor allem Grünfinken stark gelitten hätten, so der Nabu. Auch die Zahl der beobachteten Vögel pro Garten hat weiter leicht abgenommen. Bundesweit wurden durchschnittlich rund 29 Vögel pro Garten oder Park gezählt. 2018 hat der Wert noch bei knapp 34 Vögeln gelegen.
Bundesweit haben mehr als 56.000 Menschen an der Vogelzählung teilgenommen, in Rheinland-Pfalz waren es rund 2.500. Die Aktion wird vom NABU gemeinsam mit dem bayerischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz organisiert. Die nächste Zählung, die „Stunde der Wintervögel“, findet vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.
Das ist das Ergebnis der „Stunde der Gartenvögel“
Die bundesweiten Mitmachaktion hat am zweiten Maiwochenende statt gefunden







