Studie aus Mainz: Zweites X-Chromosom schützt weibliches Gehirn

Mit der Erkenntnis sollen neue Therapieansätze entwickelt werden

Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben jetzt einen neuen Mechanismus entdeckt, der Frauen offenbar besser vor bestimmten genetischen Hirnerkrankungen schützt. Das hat die Unimedizin mitgeteilt. In der frühen Entwicklung des Gehirns werden bei Mädchen gezielt Gene des zweiten X-Chromosoms wieder aktiviert und können so schädliche Gendefekte abfedern. Das könnte erklären, warum Jungen häufiger und oft schwerer von neurologischen Entwicklungsstörungen betroffen sind. Die Ergebnisse stammen aus Untersuchungen an sogenannten Hirnorganoiden, also Mini-Gehirnen aus Stammzellen, und wurden jetzt im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht. Langfristig hoffen die Forschenden, daraus neue Therapieansätze für genetische Hirnerkrankungen entwickeln zu können.

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