Neues Hightech-Labor an der Uni Mainz eröffnet

Uni Mainz stärkt Forschungsstandort mit neuer Analysetechnik

Das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor der JGU; ©: Peter Pulkowski/JGU

An der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz wurde gestern das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor offiziell eingeweiht. Herzstück des neuen Labors ist nach Angaben der JGU eine Feldemissions-Elektronenstrahl-Mikrosonde. Sie ermöglicht es, die Zusammensetzung fester Materialien, wie zum Beispiel Gesteinsproben oder Knochen, zerstörungsfrei zu untersuchen. Damit können winzige Materialmengen umfassend analysiert werden. So lassen sich zum Beispiel durch die Analyse von Kristallen in vulkanischen Schmelzen Rückschlüsse auf die Aufstiegsgeschwindigkeit von Magma ziehen oder Hinweise auf Rohstoffvorkommen wie Seltene Erden gefunden werden. Das Gerät kann aber nicht nur bei den Geowissenschaften helfen, sondern auch für Chemie, Archäologie und die Medizin von Bedeutung sein. Das neue Labor wird über ein zentrales Forschungsnetzwerk der Uni auch anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugänglich gemacht. Gefördert wurde das Projekt vom Land Rheinland-Pfalz und der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt rund 1,6 Millionen Euro.

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