Das Mainzer Tierheim hat aktuell in der Brut- und Setzzeit vermehrt mit Tierquälerei zu kämpfen. Einen dieser Fälle hat das Tierheim jetzt auf Instagram geteilt. Das Schwanenpaar vom Winterhafen konnte nach dem Hochwasser im letzten Jahr und den widrigen Bedingungen in diesem Jahr seine Brut erfolgreich beenden. Es sind gesunde Küken geschlüpft. Eines dieser Küken musste aber jetzt erlöst werden. Das Tierheim schildert im Post, dass die Schwanenfamilie von Anfang an gejagt, provoziert und vertrieben wurde. Dabei sei sogar mit Steinen und Bällen nach ihnen geworfen worden.
Am späten Mittwochabend wurde von der Feuerwehr ein alleine gelassenes Küken gesichert und ins Tierheim gebracht. Äußerlich wurden keine Verletzungen festgestellt, nur ein Flügel hing herunter. Nach einer Versorgung mit Schmerzmitteln stellte sich in einer spezialisierten Vogelklinik heraus, dass der kleine Schwan nicht nur einen gebrochenen Oberarm hatte, sondern das gesamte Schultergelenk zertrümmert wurde.
Eine Verletzung diesen Ausmaßes kann nach Angaben des Tierheims kein Unfall gewesen sein. Auch die Tierklinik geht demnach davon aus, dass die Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkunge entstanden sein muss. Bei einem Unfall wären zudem noch Schürfwunden oder andere äußerliche Verletzungen sichtbar. Ob bewusst oder „ausversehen“ zugefügt lasse sich nach Angaben des Tierheims nicht sagen.
Das Tierheim betont zudem, dass keiner der Mainzer Schwäne hochaggressiv ist. Sie beschützen als Eltern lediglich ihre Küken. Es wird gebeten in dieser Zeit genügend Abstand zu halten und die Tiere in Ruhe zu lassen.
Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten sich zu melden.
Mainzer Tierheim kämpft mit Fällen von Tierquälerei
Ein kleiner Schwan musste eingeschläfert werden.
