Corona-Update

Hier findet Ihr die aktuellen Zahlen und Entwicklung des Coronavirus in Rheinland-Pfalz und Hessen

22.03.2020 | 18:23 Uhr

Deutschlandweite Maßnahmen

Das öffentliche Leben in Deutschland kommt zum Erliegen. Mit Bayern hat das erste Bundesland eine Ausgangssperre verhängt. Einige Städte wie Freiburg haben Betretungsverbote für öffentliche Orte verhängt.

Bund und Länder haben entschieden: Neben öffentlichen Einrichtungen wie Museen und Kinos sind vorerst auch Bars, Restaurants, Clubs, Kneipen, Mensen, Friseure, Nagelstudios und Tattoostudios für den Publikumsverkehr geschlossen. Essen liefern dürfen die Restaurants übrigens trotzdem. Auch Sporteinrichtungen und Spielplätze sind dicht. Betroffen sind auch andere Geschäfte, die in der Krise nicht dringend erforderlich sind. Nicht betroffen sind dagegen unter anderem Supermärkte, Apotheken, Optiker und Akustiker sowie Tankstellen und Banken. Das Sonntagsverkaufsverbot wurde ausgesetzt. Außerdem sind Versammlungen von mehr als 2 Personen verboten. Ausgenommen von der Regelung sind Familien und Menschen eines Hausaltes. Personen, die aus Risikogebieten kommen, infiziert sind oder, bei denen der Verdacht einer Infizierung besteht, müssen 14 Tage in Quarantäne. Das bedeutet, keine Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, kein Kontakt mit anderen, kein Betreten bestimmter Einrichtungen.

Aufgrund der Situation um das Corona-Virus hat die Deutsche Fußball Liga am 16.03.2020 beschlossen, dass die Bundesliga bis mindestens 02. April ausgesetzt wird. Laut dem Sportmagazin Kicker, wird der Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga erst wieder Anfang Mai wieder aufgenommen. Das wurde in der Mitgliederversammlung der 36 Profiklubs am 31. März beschlossen. Am ersten Mai-Wochenende soll es dann mit Geisterspielen weitergehen.

In Mainz und Wiesbaden bleiben die vorderen Türen der Busse und Straßenbahnen erstmal verschlossen, um die Verbreitung im ÖPNV einzudämmen. Fahrkarten können über die RMV-App, die Vorverkaufstellen und die Automaten gekauft werden. Fahrgäste werden gebeten, hinten einzusteigen.

Mainz

In Mainz sind jetzt 187 Corona-Fälle bekannt. Im Landkreis Mainz-Bingen sind es mittlerweile 117 bestätigte Fälle.

Vorerst sind alle Veranstaltungen in Mainz abgesagt. Die Rheinland-Pfalz Ausstellung wurde in den Herbst verschoben. Das KKM und die Unimedizin reagieren mit veränderten Besucherzeiten auf die aktuelle Situation. Außerdem gilt erstmal der Ferienfahrplan der Mainzer Mobilität. Auch die Trauerhallen der Friedhöfe werden jetzt geschlossen. Abschiede am Grab sind nur in engstem Familienkreis erlaubt.

Rheinland-Pfalz

Insgesamt 2839 Infizierte sind bisher in Rheinland-Pfalz gemeldet. 22 Personen sind an dem Virus ums Leben gekommen.

Alle Schulen und Kitas sind bis zum 17. April geschlossen. Die Prüfungen für das mündliche Abitur werden verschoben. Zudem hat die Landesregierung jetzt Maßnahmen für die Kliniken in Rheinland-Pfalz beschlossen, um das Virus einzudämmen. So werden zum Beispiel Krankenhäuser zur Schwerpunktversorgung für COVID-19-Erkrankte eingerichtet. Außerdem sollen verschiebbare Operationen verlegt, die Beatmungsplätze um 50 Prozent erhöht und das Personal im Intensivpflegebereich aufgestockt werden.

Laut dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur wird der Start des Sommersemesters an den rheinland-pfälzischen Hochschulen auf Montag, den 20. April, verschoben. Dies gelte aber nur für den Vorlesungsbetrieb. Bibliotheken, Forschungsbetrieb und Verwaltung sollen geöffnet bleiben.

Hilfe für die rheinland-pfälzische Wirtschaft

Rheinland-Pfalz hat jetzt einen Nachtragshaushalt von 3,3 Milliarden Euro beschlossen. Das Hilfspaket setzt sich aus Bürgschaften, Barmitteln und Verpflichtungsermächtigungen zusammen. 800 Millionen Euro davon sind für die aktuelle Krisenbewältigung, um die Menschen zu schützen und bestmöglich zu versorgen. 100 Millionen werden unbürokratisch an die Landkreise und kreisfreien Städte gegeben. Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmen können jetzt Zuschüsse aus dem Sofortprogramm der Bundesregierung beantragen. Alle Infos dazu findet Ihr hier.

Wiesbaden und Hessen

In Hessen gibt es mittlerweile schon 3.301 vom Sozialministerium bestätigte Corona-Fälle, 177 davon in Wiesbaden. In Hessen sind mittlerweile achtzehn Personen an dem Virus ums Leben gekommen. Hessen hat jetzt einen Sonderausschuss eingerichtet, um Maßnahmen gegen Corona zu koordinieren. Bisher sind zwei Infizierte in Hessen an dem Virus gestorben. Die bisherige Obergrenze für Versammlungen wurde auch in Hessen auf zwei Personen reduziert. Außerdem sind Restaurants und Gaststätten, sowie alle Schulen und Kitas geschlossen.

Wie Ihr Euch schützen könnt

Nicht jeder, der mit dem Virus infiziert ist hat auch Symptome. Deshalb ist es wichtig, etwa einen Meter Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten und im Moment auch auf das obligatorische Händeschütteln zur Begrüßung besser zu verzichten. Regelmäßige und sorgfältige Händewaschen das ist eben das A und O. Zwei Mal Alle meine Entchen singen, damit man auf 30 Sekunden kommt und dabei keinen Teil der Hand vergessen, danach ordentlich abspülen und abtrocknen. Außerdem sollte man vermeiden, Mund, Nase und Augen mit den Händen zu berühren. So kann man sich am Besten vor dem Virus schützen.

Die wichtigsten Nummern auf einen Blick:

Infotelefon Wiesbaden: 0611 / 318080

Corona-Hotline Hessen: 0800 / 5554666

Bürgertelefon Stadt Mainz: 06131 / 12 44 99

Hotline Fieberambulanz RLP: 0800 / 99 00 400

Corona-Hotline RLP: 0800 / 575 81 00

Gesundheitsamt RLP: 06131 / 69333-4208 sowie -4275

Ärztliche Bereitschaftsdienst: 116 117

Malteser Mainz bieten Einkaufsservice an: Die Bestellung erfolgt telefonisch unter 06131/2858-610 (Mo bis Fr, 9 bis 12 Uhr), per E-Mail an einkaufshilfe.mainz@malteser.org

Die aktuellen Zahlen zu Infizierten, Toten und geheilten Personen weltweit findet Ihr hier.

Quelle: ADAC