Kulturbeirat will Arbeitsguppe zur Nachfolge des Folklore-Festivals gründen

Der Kulturbeirat votiert außerdem für eine Umbenennung und Kennzeichnung der Pfitznerstraße.

22.01.2020 | 15:25 Uhr

Der Wiesbadener Kulturbeirat hat gestern in der Sitzung beschlossen, eine Arbeitsgruppe zur Nachfolge des Folklore-Festivals zu gründen. Außerdem ist der Beirat für eine Umbenennung und Kennzeichnung der Pfitznerstraße. Der Komponist, der sich unter anderem auch nach Kriegsende relativierend zu den Konzentrationslagern der Nazis geäußert hat, ist Namensgeber einer Straße in Wiesbaden – Nordost. Das sei zweifelsfrei eine Ehrung, die nicht gehen würde. Wiesbaden müsse sich entschieden gegen jegliche Relativierung antisemitischer Äußerungen stellen. Eine Umbenennung sei das richtige Signal, soso Dorothea Angor, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. Der Kulturbeirat schlägt des Weiteren vor, eine deutliche Kennzeichnung an den Straßenschildern anzubringen, die erläutert, warum sie umbenannt werden musste. Die Äußerungen Pfitzners wurden erst um die Jahrtausendwende bekannt und haben seitdem in einer Reihe von Kommunen auf Bundesgebiet zur Umbenennung der entsprechend benannten Straßen geführt.

Außerdem hat der Beirat beschlossen, eine Arbeitsgruppe zur Nachfolge des Folklore-Festivals zu gründen. Es finde sich momentan kein umsetzbares Konzept, was dem ehemaligen Festival im Kulturpark gerecht werde. Eine Wiesbadener Initiative zur Nachfolge („Festland“) hatte sich auch wegen nicht auskömmlicher finanzieller Ausstattung vorerst zerschlagen.

Quelle: ADAC