KiTa-Bedarfsplan für Mainz

Warum die Infrastruktur wachsen und bedarfsgerecht ausgebaut werden muss.

17.06.2020 | 07:48 Uhr

Der Kindertagesstätten-Bedarfsplan 2020 mit Prognose bis 2024 für Mainz liegt als Entwurf vor. Unter anderem zeigt er, dass die Landeshauptstadt Mainz vor allem für junge Familien sehr attraktiv ist. Deswegen rechnet die Stadt damit, dass die Anfragen für Betreuungsplätze weiter steigen werden.

Der Bedarfsplan ist eine Prognose, die jedes Jahr für die kommenden fünf Jahre erstellt wird. Dabei geht die Stadt auf jeden einzelnen Stadtteil ein und unterscheidet auch zwischen den Altersstufen der Kinder. In Mainz wird er jährlich von Jugendhilfeplaner Klaus Cartus, Jugend und Familienleiterin Juliane Opalka und dem Abteilungsleiter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Thomas Hauf erstellt.

Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Kinder im Alter zwischen zwei bis sechs Jahren mit einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz bis zum Jahr 2024 um 8,5 Prozent steigt. Dabei soll der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bei Kindern im ersten Lebensjahr auf 7,3 Prozent und bei Kindern im zweiten Lebensjahr auf 4,4 Prozent steigen. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, sollen innerhalb von fünf Jahren 23 Neubauten und 10 Ersatzneubauten mit Erweiterungen entstehen, in denen 2.005 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Diese Maßnahmen sind jedoch noch aus dem Kita-Bedarfsplan 2019. Bei dem alten Bedarfsplan ist der eingeplante Puffer für unerwarteten Mehrbedarf besonders von Vorteil.

Neu im Bedarfsplan sind verschiedene Projekte, die sogar schon an manchen Einrichtungen ausprobiert werden, wie zum Beispiel das Modellprojekt „Nachmittagsbetreuung an Grundschulen“ an der Pestalozzischule in Mombach. Dort wurde die Betreuungszeit bis 17:00 Uhr verlängert, zwanzig neue Betreuungsplätze eingerichtet und eine Mittagsverpflegung angeboten. Ein anderes Modellprojekt ist die sogenannte Cluster-Frischküche, welche an der Kindertagesstätte „Alte Patrone“ durchgeführt werden soll. Allerdings wird hierfür noch der geeignete Partner gesucht.

Zu Umstrukturierungen wird auch das neue Kita-Zukunftsgesetz in Rheinland-Pfalz führen, welches am 01.07.2021 in Kraft treten wird. Doch Sozialdezernent Dr. Eckhart Lensch ist zuversichtlich: „In Mainz müssen in 41 von insgesamt 126 Kitas Teilzeitplätze umgestellt werden, so dass ab Sommer 2021 auch in diesen Kitas eine durchgängige Betreuung von sieben Stunden am Stück für alle Kinder angeboten werden kann. Aber auch diese Herausforderung werden wir wie bisher in guter Zusammenarbeit mit dem freien Trägern bewältigen".

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Quelle: ADAC