Finanzministerium äußert sich zu Mieten von Studentenwohnheimen

„Insgesamt bietet das Land (...) attraktive Förderbedingungen", so der reinland-pfälzische Finanzminister Stephan Weinberg

07.11.2019 | 09:50 Uhr

Nach der Demonstration für mehr bezahlbaren studentischen Wohnraum in Mainz am 6. November 2019 äußert sich jetzt das rheinland-pfälzische Finanzministerium in Mainz zu dem Thema. In einer Pressemitteilung heißt es, die Unterbringungsquote liege in der Landeshauptstadt bei 14,5 Prozent, womit Mainz deutlich über dem Bundesvergleich liege. Insgesamt gibt es 4.194 Wohnheimplätze, die vom Studierendenwerk Mainz bereitgestellt werden, so der Stand von 2018. Laut AStA-Mitglied Marius Esslinger würden allerdings gerade mal 11 Prozent der Nachfrage abgedeckt werden. Auf die Forderung, dass mehr Zuschüsse fließen, antwortet der rheinland-pfälzischen Finanzsekretär Stephan Weinberg, dass die Landesregierung den Bau von Wohnheimen bereits fördere: „Die Studierendenwerke bzw. Investoren bekommen einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, sowie ein Darlehen, für das zehn Jahre lang keine Zinsen gezahlt werden müssen“, so Weinberg. Außerdem sei zum 1. Mai 2019 eine Erhöhung der Grunddarlehen auf bis zu 2.150 Euro je Quadratmeter Wohnfläche verbessert worden. Trotzdem liege der Zuschuss unterdurchschnittlich bei höchstens 10 Prozent in Mainz laut Esslinger. Dem Vorwurf, dass Studenten sogar mit BAföG ihre Mieten nicht bezahlen können, tritt der Finanzsekretär wie folgt entgegen: „Insgesamt bietet das Land (...) attraktive Förderbedingungen sowohl für den Neubau als auch für die Modernisierung von Studierendenwohnheimen an. Mit diesem Förderangebot kann für Studierende bezahlbarer Wohnraum mit Mieten unterhalb des BAföG-Betrages für das Wohnen geschaffen werden“. Das sieht momentan noch anders aus. So liegt der BAföG-Wohnanteil bei 323 Euro, der durchschnittliche Mietpreis im Wohnheim aber bei 353 Euro. Laut Finanzministerium arbeite man aber gemeinsam mit der Stadt daran, die Wohnungssituation in Mainz insgesamt zu entspannen. Das würde dann auch den Studierenden zu Gute kommen.

Quelle: ADAC; Powered by RSS Dog